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Leberblümchen

(Hepatica nobilis)

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8 — 15 cm indigen LC
Blüten
Synonyme: Anemone hepatica, Hepatica triloba. Hemikryptophyt, coll-mont. Das 6 — 9-blättrige Perigon ist blau, lila oder selten weiß, die überwinternden Blätter sind handförmig 3-spaltig. Alte Blätter der ausdauernden Pflanze werden braun-violett. Die Blätter sollen an die Leberlappen erinnern. Die Pflanze ist giftig (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). In Istrien nur in der Ćićarija häufig, sonst in den anderen höher gelegenen Regionen eher zerstreut bis selten (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blüten
Aufnahmen: 29.03.2021 Weißkirchen
 
Hepatica nobilis
 
 
Hepatica nobilis
Aufnahmen: 21.02.2014 Steyrdurchbruch
 
mit frischen Blättern
Aufnahme: 02.04.2015 Sopot
 
Blüte
6 — 9 Perigonblätter
 
Blütenstiele
Die Hochblatthülle ist kelchartig.
 
altes Blatt
Altes Blatt. Aufnahmen: 23.02.2014 Landshaag
 
Hepatica nobilis
Aufnahme: 20.03.2005 in Pucking
 
Blätter im Juli
Aufnahme: 23.07.2012 Grafenau

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1079. A. Hepatica L. (H. nobilis Mönch. — H. triloba Chaix. Dreilappige W. — Leberkraut. — Leberklee.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief, schwarzbraun, mit starken lichtbraunen Fasern besetzt, sprossend, am Scheitel mit einem Schopfe von breitlanzettlichen, röthlichen Nebenblättchen (nach Art der Veilchen) und mit braunverwelkten, langgestielten, vorjährigen Blättern besetzt. Stengel 3—6" hoch, aufrecht, schaftartig, blattlos, einfach, zottig, einblüthig. Grundständige Blätter gestielt, erst nach der Blüthe sich entwickelnd, herzförmig - 3lappig, ganzrandig, lederartig, oberseits kahl, sattgrün, unterseits sammt den Blattstielen zottig und im Herbste röthlichbraun. Hüllblätter 3, seltener 4, sitzend, an die Blüthe fast angedrückt, einen krautigen Kelch darstellend. Kelch kronenartig, hellazurblau, seltener rosenroth oder weiss. Kelchblätter 6 — viele, sternförmig ausgebreitet. Krone fehlend. Staubknoten röthlich, Blüthenstaub weiss. Früchtchen behaart, kurzgeschnabelt. Eine der ersten Frühlingszierden, in Gärten oft mit gefüllten Blüthen. Die adstringirend-wirkenden Blätter waren ehedem gegen Leberkrankheiten in Anwendung.
März — April


In Vorhölzern, Wäldern, vorherrschend in Schluchten der Berg- und Voralpenregion, über Granit, Kalk, Dolomit und Wienersandstein, selten über 3000' aufsteigend. In Mühlkreisbergwäldern, z. B. zunächst um Linz in der Diesenleithen, im Haselgraben bei Wildberg, auf tertiären Hügeln des Pfennigberges, Luftenberges u. s. w. Auf Traunalluvium der Haide in Wäldchen beim Weingartshof, Neubau, Wels, Lambach. Um Aistersheim, im Hausruckwalde, um Vöcklabruck, Raab, Ried, Reichersberg, Engelszell. Massenhaft im Schwarzholz und der Kränzleithen bei Kremsmünster, um Steyr. Mit rosenrother Blüthe am Pfennigberge in der Bimmerseilleithen, am Fusssteige zwischen dem Ebelsberger Friedhofe und Stift St. Florian an Waldrändern vereinzelt, häufiger aber sowohl die roth- als die weissblühende Varietät in Alpengegenden, so z. B. letztere um Dünnbach, am Eingange in den Hinterstoder, häufiger als die blaublühende Form (Schiedermayr), ebenso um Mondsee.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 342), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 12.03.2026

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